Zur Aufnahme und Eingewöhnung der U 3 Kinder in eine Kindergartengruppe

 

Durch die Veränderung des Kindertagesstättengesetzes ist es möglich, Kinder ab 1 ½ Jahren in unseren Kindergarten in einer alterserweiterten Gruppe (KitaG §1 3.2) aufzunehmen.

Die bisherige Konzeption des Kindergartens „Am Ries“ bleibt erhalten und wird, um den Grundbedürfnissen der jüngeren Kinder gerecht zu werden, wie folgt erweitert:

 

Als Grundbedürfnisse der Kleinkinder verstehen wir

- das intensive Bedürfnis der Kinder nach zuverlässiger, liebevoller Betreuung

- die körperliche und seelische Unversehrtheit, z.B. anderes Geräuschempfinden, andere Distanzbedürfnisse, Ruhemöglichkeit

- die Frage nach Hilfestellung in lebenspraktischen Bereichen (Befriedigung der Grundbedürfnisse Essen, Trinken, Reinlichkeitserziehung, An-und Ausziehen)

das Eingehen auf das Sprachniveau (ruhige, sanfte Sprechweise, erklärende Worte, kurze Sätze)

Durch den Kindergartenalltag verändert sich der Erfahrungsschatz der Kinder. Ihnen begegnen andere Grenzsetzungen, Regeln und Rituale. All das ist elementar für die Orientierung und den Halt im Alltag.

Ein wichtiger Bestandteil der Konzeptionserweiterung besteht in der Eingewöhnungsphase. Diese sieht vor, dass den Kindern ein behutsamer Anfang in Zusammenarbeit mit den Eltern ermöglicht wird.

Dabei ist zu beachten, dass

- die Kinder behutsam und im jeweils eigenen „Tempo“ an den Kindergartenalltag herangeführt werden. (Erst stundenweise mit den Eltern, anschließend kurze Zeit allein in der Einrichtung … )

- ein Stück „zuhause “ (Kuscheltier, Decke o.ä.) mit in den Kindergarten genommen werden kann.

- von unserer Seite eine Erzieherin den Kindergartenalltag des Kindes begleitet.

Der Austausch über den Alltag des Kindes in der Einrichtung ist wichtig. Durch regelmäßige Informationen, durch Reflexions- und Elterngespräche wird die Eingewöhnung nachhaltig gefördert.

Die veränderte Betreuungssituation erfordert eine der Altersgruppe entsprechende Kleingruppenarbeit. So werden das Selbstbewusstsein, die Selbstständigkeit und die emotional-soziale Fertigkeit der Kinder gefördert. Ebenso fließen die Inhalte des Orientierungs- und Bildungsplanes für U3-Kinder in den Kindergarten-Alltag mit ein. Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen nehmen Erzieherinnen an Fortbildungen für U3-Kinder teil, um den neuen Aufgaben in vollem Umfang gerecht zu werden.

   

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