Im Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfe) §8a hat der Gesetzgeber den Schutzauftrag definiert.

Hier wird u.a. auch die Verantwortung der Kitas für das Wohl der Kinder betont und der Weg gezeichnet, wie diese Aufgabe möglichst im Kontakt mit den Eltern wahrgenommen werden soll.

Ziel ist es, den Kontakt mit Eltern auch in Krisensituationen so zu gestalten, dass das Wohl des Kindes im gemeinsamen Mittelpunkt steht.

Auf der Grundlage des o.g. Gesetzes in Verbindung mit dem Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) hat die jeweils zuständige Behörde der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) mit jedem ihrer Kita-Träger eine schriftliche „Vereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages nach §8a SGBVIII“ abgeschlossen. Demzufolge ist das Fachpersonal von Kindertagesstätten dazu verpflichtet, Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung aufmerksam wahrzunehmen und ( unter Hinzuziehung einer erfahrenen

Fachkraft ) das Gefährdungsrisiko einzuschätzen, z.B. bei körperlicher und seelischer Vernachlässigung, seelischer und/ oder körperlicher Misshandlung, sexueller Gewalt.

Das Fachpersonal wirkt bei den Personensorgeberechtigten daraufhin, dass Maßnahmen zur Abwendung des Gefährdungsrisikos in Anspruch genommen werden, wie z.B. Gesundheitshilfen, Beratung, Familienhilfe. Wenn diese Hilfen nicht in Anspruch genommen werden und/ oder eine akute Gefährdung besteht, ist das Personal zu einer sofortigen Benachrichtigung des Jugendamtes verpflichtet.

Wenn das pädagogische Personal aufgrund seiner Beobachtungen Anzeichen eines erhöhten Entwicklungsrisikos feststellt (z.B. hinsichtlich einer starken Entwicklungsverzögerung oder einer drohenden oder bestehenden Behinderung), ist es verpflichtet, die Eltern darüber zu informieren und entsprechend zu beraten.

Es soll mit den Eltern das weitere Vorgehen abgestimmt und erörtert werden, ob und welche Fachdienste hinzugezogen werden sollen, mit dem Ziel das Kind (innerhalb und außerhalb der Einrichtung ) entsprechend seinen spezifischen Bedürfnissen zu fördern.

Zum Schutz der Kinder verlangt der Träger von sämtlichen Mitarbeitenden ein erweitertes Führungszeugnis. Dieses muß alle fünf Jahre erneuert werden.

Bei Aufnahme ihrer Tätigkeit verpflichten sich alle Mitarbeiter/innen u.a. zu einem wertschätzenden und respektvollen Umgang sowie zur Achtung der Eigenarten jedes Kindes und Erwachsenen. Sie versichern, keine Form von Gewalt anzuwenden und die persönlichen Grenzen ihres Gegenüber zu achten.

Ferner verpflichten sie sich, die Leitung/ Träger in Kenntnis zu setzen, sofern sie von einer unangemessenen Intervention oder der Anwendung von Gewalt Kenntnis erlangen.

Darüber hinaus wird sichergestellt, dass die sozialpädagogischen Fachkräfte regelmäßig zu diesem Thema fortgebildet werden und ihr Handeln im Team reflektieren.

   

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