a) Partizipation

Der Begriff Partizipation steht für Einbeziehung der Kinder bei allen Ereignissen des Zusammenlebens in der Einrichtung.

Partizipation basiert auf Demokratie, deren Grundwerte Freiheit, Gleichberechtigung, Solidarität, Toleranz und Menschenwürde sind.

Die Kinder haben das Recht, ihre Meinung frei zu äußern.

Dabei ist das Alter und die Reife der Kinder zu berücksichtigen.

Es werden z.B. Regeln zusammen ausgehandelt und besprochen, Mehrheitsentscheidungen werden getroffen und getragen.

So lernen die Kinder, andere Meinungen zu achten, den Menschen aufgeschlossen zu begegnen, Rücksichtnahme, gegenseitig Hilfe zu leisten und eine gewaltfreie Konfliktauseinandersetzung.

Dies führt zu Toleranz, Solidarität und Anerkennung des verschieden sein.

Kinder lernen erfolgreicher und mit Freude, wenn eine fehlerfreundliche Atmosphäre herrscht. Ermutigung, Unterstützung und ein wertschätzender Umgang mit Misserfolgen sind daher für uns Grundsätze unserer pädagogischen Haltung.

         b) Beobachtung und Dokumentation

Die regelmäßige Beobachtung individueller Lern- und Entwicklungsprozesse bildet die Grundlage für das pädagogische Handeln.

Bei den Beobachtungen werden die Bedürfnisse, Interessen und Themen der Kinder wahrgenommen, um dadurch neue pädagogische Angebote für das Kind zu entwickeln.

Die Beobachtungen werden in einem Entwicklungsbogen dokumentiert.

Dieser Bogen dient u.a. auch dazu, um bei Entwicklungsgesprächen den Eltern einen Einblick über die Fortschritte und das Lernen des Kindes zu geben.

          c) Mitsprache und Beteiligung

 In unserer Einrichtung können Eltern, Kinder und Mitarbeiter eine Beschwerde in Form von Kritik, Verbesserungsvorschlägen, Anregungen oder Anfragen äußern. Dies kann in schriftlicher oder mündlicher Form ausgedrückt werden.

( Ein Formblatt hängt an unserer Pinnwand aus.)

In einer Sitzung wird das Anliegen besprochen und Lösungsstrategien entwickelt, um eine Lösung in dieser Angelegenheit zu finden.

Je nach Art des Anliegen kann auch der Elternbeirat oder der Träger mit einbezogen werden.

Das Ziel des Verfahrens ist ein Ergebnis zu finden um eine Zufriedenheit wiederherzustellen.

Bei uns wird eine Beschwerde nicht als lästige Störung, sondern als Entwicklungschance begriffen.

         d) Integration/ Inklusion

In unserer Einrichtung sind alle Kinder willkommen.

Jedes Kind hat unabhängig von seinen jeweiligen Entwicklungsvoraussetzungen und Bedürfnissen den gleichen Anspruch darauf, in seiner Entwicklung und seinem Lernen angemessen, gefördert zu werden.

Je nach Unterstützungsbedarf, wird gemeinsam mit den Eltern, ein Plan zur bestmöglichen Förderung des Kindes besprochen.

Hierbei nehmen wir Rücksicht auf die Fähigkeiten, Neigungen und Interessen der Jungen und Mädchen.

Zum Wohle der Kinder ist eine anregungsreiche, individualisierte und flexible Gestaltung der Arbeit erforderlich. Dadurch können wir den unterschiedlichen Entwicklungsständen der Kinder gerecht werden.

Durch unterschiedliche Begabungen und Neigungen können alle voneinander lernen und es entsteht ein selbstverständlicher Umgang im Miteinander. Somit ist jedes Kind eine Bereicherung für die gesamte Einrichtung. ( Siehe auch 4.i )

In unserer Einrichtung arbeiten zwei Erzieherinnen mit einer heilpädagogischen Zusatzqualifikation.

Aus diesem Grunde sind wir u.a. in der Lage, ein Kind mit erhöhtem Förderbedarf in einer Einzelintegration zu betreuen.

          e) U 3

Um den besonderen Herausforderungen gerecht zu werden, die Kinder im Alter unter 3 Jahren mitbringen, haben zwei Mitarbeiterinnen eine Zusatzqualifikation für Kinder unter 3 Jahren abgeschlossen.

In sechs mehrtägigen Seminaren wurden folgende Punkte bearbeitet:

  • Beziehungsvolle Pflege
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Lernprozesse von Kindern unter 3 Jahre
  • Bedeutung von Zusammenarbeit mit den Eltern

Sie haben in diesen Modulen Wissen und Handwerkszeug erhalten, um Krippenkinder bestmöglich zu begleiten, zu unterstützen und um ihnen Bildungsangebote zu bieten.

   

Aktuelles  

   
© Kindergarten Am Ries